Väderstad Rapid

In 1990 hatte das Unternehmen gerade knapp über 125 Angestellte. Der wirtschaftliche Start war hart, aber die wirtschaftlichen Bedingungen verbesserten sich in diesem Jahrzehnt und die Zeiten wurden besser. 

Mitte der 1990er Jahre wurden ungefähr 200 neue Mitarbeiter angeworben und die Zahl der Mitarbeiter belief sich am Ende auf ungefähr 300.

Wenn es keine Kombimaschine ist, ist es keine Drillmaschine

Bo Stark, der jüngste Sohn der Familie hatte sich in den Jahren davor um den schwedischen Markt gekümmert und war stark an der Entwicklung des Nachfolgers der DS-Drillmaschine beteiligt. Die Drillmaschine war gut, aber ließ in Bezug auf die Art von Sämaschine, die man sich in der Zukunft erwartete, viel zu wünschen übrig. Eine wichtige Anforderung war ein „Kombigerät“, das gleichzeitig säen und düngen konnte. „Wenn es kein Kombigerät ist, ist es keine richtige Drillmaschine“, erklärte ein Landwirt. Die Drillmaschine brauchte eine hohe Ladekapazität und die Fähigkeit, bei allen „Wetterlagen“ zu funktionieren.

Rapid und Concorde betraten die Bühne

1990 begann eine intensive Entwicklungsarbeit an zwei Drillsystemen: „Rapid“, die ihre Ursprünge in den früheren DS-Drillmaschinen hatte und „Concorde“, die auf dem NZ-Grubber aufgebaut war. Prototypen der beiden Maschinen wurden im Herbst auf der schwedischen Landwirtschaftsschau Elmia ausgestellt und bekamen eine sehr positive Resonanz von den Landwirten. Die Produktion begann und ein neues Zeitalter in der Fabrik war eingeleitet. Diese neue Drill-Technik erwies sich als bahnbrechend.

Die Rapid-Drillmaschine, die entstehen sollte, war im Bezug auf das Säscharsystem mit der DS-Drillmaschine verwandt. Aus Konstruktionssicht war sie jedoch noch ein unbeschriebenes Blatt. Das Unternehmen begann eine lange und teure Reise durch schwierige Zeiten. Trotzdem zeigten die Landwirte große Begeisterung, was eine wichtige Unterstützung während der von harter Arbeit und Schwierigkeiten geprägten Zeit war.

Die Concorde Drillmaschine wurde vorgestellt

Gleichzeitig mit der Rapid wurde die Concorde entwickelt. Dies war ein neues Drill-System basierend auf den legendären NZ-Eggen. Das System bot eine enorme Leistungsfähigkeit, war aber nicht so flexibel wie die Rapid. Aufgrund der breiten Schnittstelle, die Väderstad immer mit den Landwirten aufrechterhalten hatte, waren diese mit den laufenden Rapid- und Concorde-Projekten vertraut. Das Ziel war natürlich, jede wichtige Kundenmeinung zu sammeln.

 

 

The Concorde drill

Concorde Drill-System, basierend auf den legendären NZ-Eggen.

Das Urteil war in allen Fällen sehr positiv, nicht zuletzt im Hinblick auf die Bauweise mit den Saatbett bereitenden Vorwerkzeugen an der Rapid-Drillmaschine. Die Einsparungen, die die Kunden später bei der Nutzung dieser Drillmaschine machen sollten, konnte man sich in diesem Stadium nur vorstellen.

In Schweden gut fußgefasst

In den 1990er Jahren ist Väderstad in Schweden stark gewachsen, während die internationalen Märkte sogar noch schneller expandierten. Drillmaschinen machten die Hälfte des Kaufvolumens in Schweden aus, Walzen und Grubber den Rest. „Bodenbearbeitung und Aussaat wurden immer mehr in einem einzigen Arbeitsvorgang und mit einer einzigen Maschine durchgeführt. Das ist Teil unseres Konzepts und ein gutes Geschäft für den Landwirt“, sagt Bo Stark, der für den Vertrieb bei den Väderstad-Verken in Skandinavien zuständig ist.

Happy Finnish farmers receive their Rapid

Die erste nach Finnland gelieferte Drillmaschine. 

Export in die nordischen Länder

Exporte der Väderstad-Verken an unsere nordischen Nachbarn lassen sich bis in die späten 1960er Jahre zurückverfolgen. Landwirte in den nordischen Ländern haben nach und nach immer mehr die Väderstad Technologie angenommen. Oft spielten einzelne Landwirte und Importfirmen eine führende Rolle bei der technischen Entwicklung. Aus Klimagründen haben nordische Nutzer unterschiedliche Anforderungen an unsere Maschinen als Nutzer in Ländern mit unterschiedlichen Bodenarten. Über die Jahre resultierte das in eine Väderstad-Produktpalette, die nur in Skandinavien erhältlich war.

Die Errichtung von Niederlassungen

An einem grauen Novembertag 1992 in den Verkaufsräumen in Väderstad entschieden sich, nach Bewilligung durch den Vorstand, Crister Stark, Christina Stark und Einar Gudmundsson dazu, den Väderstad Importeur in England anzurufen. Der Vertrag mit dem Importeur wurde mit dem Ziel geschlossen, die erste ausländische Väderstad-Niederlassung, Väderstad Limited, zu gründen. Bald zeigte Väderstad seine Produkte an seinem eigenen Stand auf der Smithfield Show mit einem erfolgreichen Zuspruch durch Vertriebsfirmen und Landwirte.