Die NZ-Egge – Mehr Feinerde bei höherer Geschwindigkeit

Rune Stark im Feld mit der NZ-Egge

Mit wohlüberlegter Entwicklungsarbeit wurde aus der Not ein Erfolg. Anfang der 1980er Jahre begannen die Schleppeggen von Väderstad an Boden zu verlieren. Die Schleppeggen standen in einem härteren Wettbewerb mit den Radeggen.

Drei Verbesserungen

Mit diesen Erkenntnissen konnten wir mit einer klaren Zukunftsvision arbeiten, was erforderlich war, um dieses verlorene Terrain wiederzuerlangen. Eine neue Art der Rahmenkonstruktion, ein Bogie-Fahrwerk und ein effizienterer Zinken waren gefragt. Der schwere, starre und vollverschweisste Rahmen wurde zunächst mit vier Balken konstruiert, mit dem Ziel eines späteren Zinkenabstandes von 7.5 cm – eine unmögliche Aufgabe. Die NZA-Eggen von Väderstad sind heut fünf- oder sechsbalkig. Das Bogie-Fahrwerk war eine Möglichkeit, Stabilität und Haftung zu gewährleisten. Wir haben dieses selbst gebaut und das Drehgestell dann mit einem Reifen von Trelleborg ausgestattet. Dieser wurde eigens für die neue Egge entwickelt.

Ventil brachte Präzision

Die Hydraulik war US-inspiriert mit einem Master-Slave-System, aber das Problem war die erforderliche Präzision, um ein ausreichend gutes Ergebnis zu erzielen. Die Lösung war ein Rückschlagventil, das in jedem Zylinder platziert wurde, um eine millimetergenaue Präzision zu gewährleisten. So konnten wir die gesamte Egge parallel anheben und absenken, um die perfekte Arbeitstiefe zu erreichen. Der Zinken wurde in mehreren Formen entwickelt, wobei die beste Version den Namen Agrilla trug – ein Hinweis auf das lateinische Wort "argilla", das Ton bedeutet. Die Eggen wurden im Frühjahr 1982 eingeführt. Väderstad's Eggen wurden dann über Nacht zur einzigen Option für zukunftsorientierte Landwirte.

Einige Jahre nach dieser Einführung wurde eine hydraulische Planierschiene hinzugefügt, die eine enorme Verbesserung des Eggens ermöglichte. Schliesslich wurde der klassische Planierbalken durch einen flexibles CrossBoard ersetzt. Bald wurden auch doppelte Einebnungsbalken eingeführt.

Schneller und besser

Die Entwicklung der neuen Eggen in den 80er Jahren verlief parallel zum Trend zu grösseren Traktoren und einer allgemeinen Grössenrationalisierung in Schweden. Die effektive Väderstad-Egge war für die neue Begründung gut geeignet. Das Bogie-Fahrwerk und ein viel stärkerer Rahmen bedeuteten, dass das Eggen bei 12-14 km/h gleichmässig und konstant sein konnte, anstatt vielleicht bei 8 km/h. Die höhere Geschwindigkeit sorgte auch für ein besseres Ergebnis, da um die vibrierenden Zinken herum mehr Feinerde generiert wurde. Dies bedeutete, dass Sie oft die Anzahl der Überfahrten um einen Durchgang reduzieren konnten – mit den gleichen oder sogar besseren Ergebnissen. Das war ein grosser Schritt nach vorne.

NZ Harrow im Feld

Seit ihrer Vorstellung im Jahre 1982 wurden die NZ-Eggen kontinuierlich verbessert. Heute wird die fünfte Generation der NZ-Modelle produziert und schon bald sind 30.000 Einheiten verkauft.

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