Wasserhaushalt

Die Bedeutung des Wasserhaushalts

Dies ist pflanzenverfügbares Wasser im Boden, dessen Menge durch den Durchmesser der Bodenporen bestimmt wird. Durch Bodenverdichtung werden diese Poren zusammengepresst und können somit den Pflanzen nicht mehr in vollem Masse Wasser zur Verfügung stellen. Lehmboden enthält etwa 20 mm pflanzenverfügbares Wasser pro 10 cm Boden. Jedoch hängt es von Wurzeltiefe und Wurzelgeflecht ab, wie viel Wasser die Pflanzen tatsächlich aufnehmen können.

Bleibt nach der Aussaat Niederschlag aus, hängt die Keimung allein von der Bodenfeuchtigkeit im Saatbett ab. Daher ist für einen guten Saataufgang ein guter Wasserhaushalt wichtig.


Die Sonne heizt den Boden auf


Die Sonnenenergie erwärmt das Wasser im Saatbett und unterhalb des Ablagehorizonts. Dabei nehmen einige Wassermoleküle genügend Energie auf, so dass sie verdampfen und das Saatbett verlassen.

Evaporation kann often mit blossen Auge beobachtet werden

Die Sonnenenergie erwärmt das Wasser im Saatbett und unterhalb des Ablagehorizonts. Dabei nehmen einige Wassermoleküle genügend Energie auf, so dass sie verdampfen und das Saatbett verlassen.
 
Dies lässt sich oft mit blossem Auge beobachten, wenn die Sonne auf feuchte Erde scheint. Im Prinzip handelt es sich dabei um das gleiche Phänomen wie bei einer mit Wasser gefüllten Pfanne auf der Herdplatte.

Schluff lässt Wasser leicht verdunsten

Die Wasserverdunstung durch die Bodenoberfläche nach der Aussaat ist abhängig von der Grösse der Bodenaggregate im Saatbett.

Die Abbildung zeigt den Zusammenhang zwischen Wasserverdunstung und Bodenpartikel-/Aggregatdurchmesser. Bei einer Partikelgrösse von 0,005-0,02 mm erreicht die Verdunstung ein erstes Maximum. Diese Grösse entspricht in etwa der Partikelgrösse von Schluff. Hier findet Kapillartransport vom Saatbett zur Oberfläche statt. Dieser Kapillartransport muss unbedingt unterbrochen werden.

Grosse Kluten sorgen für Durchmischung

Die Verdunstung erreicht ein zweites Maximum, wenn die Aggregatgrösse 50 mm übersteigt, was oft in Böden mit einem hohen Tongehalt der Fall ist. Finden sich solche gröberen Aggregate im Saatbett, kommt es zu Luftturbulenzen und das Saatbett trocknet aus. Zwischen diesen Spitzenwerten gibt es noch die minimale Verdunstung –- und zwar bei Aggregaten mit einem Durchmesser von zirka 2 mm. Diese Aggregate sind für den Kapillartransport nicht klein genug, aber nicht gross genug für die Erzeugung von Luftturbulenzen. Aggregate in dieser Grössenordnung im Saatbett bilden sozusagen einen Deckel, der die Wasserverdunstung auf ein Minimum reduziert.

Dies lässt sich im Experiment demonstrieren. Mit anderen Worten: in unbedeckten Böden hängt die Wasserverdunstung von der Grösse der Bodenaggregate ab.

Winterweizen, 3 Wochen nach der Aussaat


A: Kluten < 2 mm –- 95% aufgelaufen
B: Kluten 2-5 mm –- 60% aufgelaufen
C: Kluten > 5 mm –- 35% aufgelaufen

Stroh reflektiert die Sonnenstrahlen

Dies lässt sich im Experiment demonstrieren. Mit anderen Worten: Iin unbedeckten Böden hängt die Wasserverdunstung von der Größe der Bodenaggregate ab:

 

  •   Seine helle Farbe reflektiert die Sonnenstrahlen während die dunkle Erde sie absorbiert.
  •   Außerdem kann das Stroh den Kapillartransport unterbrechen.


Beides zusammen bedeutet, dass sich die Oberfläche im Frühjahr nicht allzu sehr aufheizt und dass sich die Wasserverdunstung in Grenzen hält.
Mulchsaat ist in diesem Zusammenhang ein gutes Verfahren. Bessere Wasserrückhaltung und besserer Erosionsschutz sind die Gründe warum die Mulchsaat in Trockenregionen wie den Präairien der USA und Kanada das vorherrschende Verfahren ist.

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